Darum ist eine Hundehaftpflichtversicherung sinnvoll
Hunde werden in Deutschland immer beliebter – über 10,5 Millionen leben inzwischen in deutschen Haushalten. Mit der steigenden Zahl wächst jedoch auch das Risiko für Schäden im Alltag, weshalb eine Hundehaftpflichtversicherung für Hundebesitzer unverzichtbar ist. In sechs Bundesländern ist sie sogar für alle Hunde gesetzlich vorgeschrieben, in weiteren nur für bestimmte Rassen oder größere Tiere. Wodurch sich eine gute Hundehaftpflichtversicherung auszeichnet, erfährst du im Artikel.

Darum ist eine Hundehaftpflichtversicherung zu wichtig
Hunde erfreuen sich in Deutschland wachsender Beliebtheit: Rund 10,5 Millionen von ihnen leben inzwischen in deutschen Haushalten – Tendenz steigend. Die Pandemie hat diesen Trend zusätzlich verstärkt, und parallel dazu wächst der Markt rund um Futter, Zubehör und tierische Dienstleistungen rasant. Für viele Menschen ist der Hund längst ein vollwertiges Familienmitglied geworden. Doch gerade weil so viele Hunde im Alltag, in Parks und Städten unterwegs sind, steigt auch das Risiko für kleine und größere Zwischenfälle. Und genau hier zeigt sich, wie wichtig es ist, als Hundehalter gut abgesichert zu sein – denn eine Hundehaftpflichtversicherung ist nicht nur sinnvoll, sondern oft unverzichtbar. Das liegt vor allem daran, dass man besonders hohe Personenschäden mit einer Hundehaftpflichtversicherung absichert. Diese können existenzbedrohend sein. Nur mit einem wirklich großen Vermögen, kann man auf diese Versicherung verzichten ohne die eigene Existenz zu gefährden.
In welchen Bundesländern ist die Hundehaftpflicht Pflicht?
In einigen Bundesländern in Deutschland ist eine Hundehaftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben – allerdings nicht überall gleich:
- In Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen gilt eine generelle Pflicht, d. h. alle Hunde müssen haftpflichtversichert sein.
- In weiteren Ländern wie Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Sachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Brandenburg besteht die Pflicht nur für bestimmte Hunde, z. B. „gefährliche“ Rassen oder besonders große Tiere.
- Ein einziges Bundesland hat aktuell keine gesetzliche Pflicht zur Hundehaftpflicht: Mecklenburg-Vorpommern
Wir haben das Ganze mal graphisch ausgearbeitet:
Deutschlandkarte mit den Unterschieden bei den Vorschriften zur Hundehaftpflichtversicherung
Welche ist die beste Hundehaftpflichtversicherung?
Das lässt sich nicht pauschal beantworten – „die beste“ Hundehaftpflichtversicherung hängt stark davon ab, was du brauchst (Rasse, Hundeverhalten, Deckung, Extras). Es gibt aber einige sehr empfehlenswerte Tarife und Kriterien, auf die du bei der Auswahl besonders achten solltest:
- Ausreichend hohe Versicherungssumme
Vor allem sollte die Versicherungssumme hoch genug sein. Wir empfehlen mindestens zehn Millionen Euro für Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Dabei achten wir auch darauf, dass im Tarif die echten Vermögensschäden versichert sind. Das sind Schäden am Vermögen anderer, ohne dass diesen ein Sach- oder Personenschaden vorausging. - Bewegliche Mietobjekte
Einrichtungsgegenstände in Ferienwohnungen, aber auch Transportboxen oder Anhänger, sind bewegliche Mietobjekte. Diese sollten mitversichert sein. Hier reicht unserer Einschätzung nach eine Versicherungssumme von 10.000 Euro. - Auslandsaufenthalt
Möchtest Du Deinen Hund mit in den Urlaub ins Ausland nehmen, prüfe auch den Versicherungsschutz im Ausland. Bei vielen Versicherungen gelten die Leistungen innerhalb der EU unbegrenzt. - Ungewollte Deckschäden
Schwängert Dein Rüde versehentlich eine Rassehündin, kann ihrem Züchter wirtschaftlicher Schaden entstehen. Unter anderem durch Tierarztkosten oder dadurch, dass die Hündin erst einmal keine reinrassigen Welpen bekommt. Für diese Schäden kann Dich die Züchterin haftbar machen. - Verzicht auf bedingten Vorsatz
Hast Du Deinen Hund nicht an der Leine und er verursacht dadurch einen Schaden, kann die Versicherung eventuell ablehnen, für den Schaden aufzukommen. Sie könnte dies mit „bedingtem Vorsatz“ begründen, der, anders als grobe Fahrlässigkeit, normalerweise nicht versichert ist. Eine gute Versicherung sollte auch Schäden durch nicht angeleinte Hunde übernehmen. - Tierische Ausscheidungen
Wenn Dein Hund auf den Teppich der Nachbarin erbricht und diesen dadurch beschädigt, ist dies normalerweise kein Haftpflicht-Fall, da es sich um „Natur“ handelt. Gute Tarife übernehmen Kosten für solche Schäden dennoch. Auch Flur- und Gewässerschäden sollten im Tarif enthalten sein, dann zahlt die Versicherung auch, wenn Dein Hund im Garten des Nachbarn in den Karpfenteich uriniert oder das Erdbeerbeet zertrampelt. - Schutz für nicht gewerbliche Hundehüter
Wenn Du Deinen Hund ab und zu durch eine andere Person, zum Beispiel einen Nachbarn oder eine Freundin, beaufsichtigen lässt, sollten auch Schäden versichert sein, die in dieser fremden Obhut passieren. Gute Tarife übernehmen auch Schäden, die der Hundehüterin selbst entstehen.
Was kostet eine Hundehaftpflichtversicherung?
Im Schnitt kannst du für eine solide Hundehaftpflichtversicherung mit etwa 30–120 € pro Jahr rechnen – je nachdem, was genau du versichern willst. Erfahrungsgemäß sind weder die günstigsten noch die teuersten Hundehaftpflichtversicherungen diejenigen mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis.
Falls du dir weiter unsicher bist, auf was du genau achten sollst, kannst du uns jederzeit eine Mail schreiben an: info@fiducation.de. Wir unterstützen gerne bei der Tarifauswahl. Ob sich eine Tierkrankenversicherung lohnt, haben wir in folgendem Artikel zusammengefasst: https://fiducation.de/tierkrankenversicherung-fuer-hund-und-katze-lohnt-sich-der-abschluss/.